Dienstag, 8. Juli 2014

Kirschpflaumenkernlikör


Der Kirschpflaumenkernlikör lässt sich
mit und ohne Zucker ansetzten.
Die Kern der Kirschpflaumen und Blutpflaumen lassen sich zu einem leckeren Likör verarbeiten. Beim Kochen von Marmelade fallen immerhin einige Kerne an und es wäre schade diese wegzuwerfen. Sogar die Kerne von nicht-schmackhaften Früchten beider Pflaumenarten lassen sich zu Likör verarbeiten. Dafür braucht es nicht mal viele Zutaten, aber eine Menge Geduld.


Zutaten für den Kirschpflaumenkernlikör:

  • 250 g Kirschpflaumenkerne
  • 100 g Zucker
  • 350 ml Doppelkorn (38%)

 

Beschädigte oder aufgeplatze Kerne unbedingt aussortieren, weil sie sonst Blausäure an den Likör abgeben. Zum Wegwerfen sind sie allerdings auch zu schade. Wie wäre es - zusammen mit Mirabellenkernen - sie zu einem  Kernkissen zu verarbeiten?
Das Warten hat ein Ende! Nach 3-6
Monaten hat der Likör sein Amarettoaroma.
Nur noch abfiltern und in
Fläschchen füllen.

 Zubereitung:

Die Kerne der Kirschpflaumen werden am saubersten wenn man die Früchte  vorher in der Flotten Lotte gut durchgedreht hat. Das übrige Fruchtfleisch lässt sich abwaschen und die Kerne sollten anschließend gut trocken. Unbedingt alle geöffneten oder beschädigten Kerne aussortieren! Dann füllt man die intakten Kerne in eine Flasche und übergießt sie mit Doppelkorn und Zucker. Anschließend mindestens 3 Monate ziehen lassen. Dann den Likör abseihen und in Flaschen füllen.

Sonstiges:

  • Wer einen herberen, nicht so süßen Likör mag, der kann den Zucker auch ganz weglassen oder dei Menge halbieren. Der Geschmack des Likörs kommt fast an den Geschmack von Ameretto heran, ist aber nicht so aufdringlich.
  • Aus süßen Kirschpflaumenlikör lässt sich eine tolle Pralinenfüllmasse herstellen. Das Rezept stelle ich euch vor, wenn mein Likör fertig gezogen ist. Leider ist vom Vorjahr nichts mehr übriggeblieben, so dass Ihr Euch etwas gedulden müsst.
  • Das Thema Blausäure ist hier nicht ganz unwichtig. Wie alle Früchte der Gattung Prunus enthalten die Kerne mehr oder weniger hohe Konzentrationen an Blausäure. Deswegen ist das Aussortieren beschädigter oder aufgeplatzter Kerne extrem wichtig, da doch eine ganze Menge Kerne in der Flasche landen. Zur eigenen Gesundheit solltet ihr es auch bei einem Likörgläschen pro Tag belassen. Für mich ist es ein "Weihnachtslikör" geworden - ich lass ihn einfach bis Heilig Abend ziehen und fülle ihn dann ab. Auch zum Verschenken ist er toll.

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