Ein Deckchen aus Brennnesseln
Von einer Kindergärtnerin wurde ich mal gefragt, ob ich mit den Kindern nicht mal Stoff aus Brennnesseln herstellen könnte. Ich las mich in das Thema ein und kapituliert. Ein Tuch aus Nesseln herzustellen, das bedarf schon einer ziemlich aufwändigen Prozedur. Doch so ganz aufgeben wollte ich die Idee aus Brennnesseln Stoff oder wenigstens "irgendwas" herzustellen auch nicht.
Eines Tages drehten wir mal wieder Brennnesselnudeln durch die Nudelmaschine und um mich zu ärgern, steckte mein Sohn ein Brennnesselstil dazwischen. Ich staunte nicht schlecht: Die Fasern, aus denen der Brennnesselstoff gewebt wird, waren zum Greifen nah.Und somit war der Grundstein für diese Idee gelegt.
Die Brennnesselfasermatte, sozusagen die Urmutter aller Brennnesselstoffe.
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| Entblätterte Brennnesselstile sind das Ausgangsmaterial. Ein paar mal mit einem Handschuh abstreifen, dann sind alle Brennhaare abgeknickt. |
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| Aufgeschnitten kann man die Fasern der für den Brennnesselstoff schon erkennen. |
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| Die Nudelmaschine wir ein wenig zweckentfremdet. Beim Durchnudeln brechen die Fasern aber gut auseinander. |
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| Manchmal endet das Durchnudeln aber im Desaster. Hier lassen sich die Fasern zwar gut erkennen,
zum Weben ist dieser Stängel allerdings nicht mehr tauglich.
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| So sieht gutes Augangsmaterial zur Weiterverarbeitung aus. |
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| Zum Weben stecke ich die Fasern auf einer Schaumstoffmatte fest. Weben lassen sich die störrischen Fasern gut, solange sie noch feucht sind. |
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| "Brennnesselstoff" ist das noch nicht, aber eine Brennnesselmatte aus Brennnesselfasern. Dies kann nun am besten zwischen Zeitungspapier und einem Stapel Bücher gepresst ein paar Tage fertigtrocknen. |
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| Nette Tischdeko für Naturfreunde: Die Brennnesselfasermatte. |







