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Dienstag, 28. Juli 2020

Mädesüß-Joghurt-Torte mit Brombeeren

Kühler Kuchen für heiße Tage 

Kuchen ohne Backen mit Wildnis-Aromen aus der Natur:
Mädesüß vom Bach und Brombeeren aus dem Gebüsch.

Es ist so heiß. Wer im Sommer Geburtstag hat (nein, ich nicht), sollte sich kein Kuchen wünschen, bei dem man vor einen 200 Grad heißen Ofen stehen muss. Kuchen ohne Backen mit einer kühlen, frischen Füllung ist die Lösung. Und schon habe ich wieder ein Sträußchen Mädesüß in der Hand. Hm. Mädesüß, ein einmaliges Aroma und es passt prima zu Brombeeren. Und Ruck-Zuck ist eine Mädesüß-Brombeer-Torte entstanden - im Kühlschrank.

Zutaten für die Mädesüß-Joghurt-Torte mit Brombeeren

  • 225 g Haferkekse  oder (Löffel)Biskuit.
  • 150 g Butter, geschmolzen
  • 250 g Zucker
  • 250 ml Wasser
  • 10 Mädesüßblütenstängel
  • Saft einer Orange
  • 12 Blatt Gelatine
  • 500 g Joghurt mit 3,5 % Fett
  • 3 EL Zitronensaft
  • 200 ml Sahne
  • eine Handvoll Brombeeren
Ein Stückchen Erfrischung zum Nachmittag:
Mädesüß und Brombeeren, einfach ein herrliches Aroma.

Zubereitung

Die Kekse zerkrümeln und mit der geschmolzenen  Butter vermengen, in eine Springform füllen und kalt stellen.
Das Wasser mit dem Zucker erwärmen bis sich der Zucker gelöst hat. Die Mädesüßblüten kopfüber reinhängen und am besten über Nacht auskühlen lassen. Die Blüten entfernen und den Sirup durch ein feines Sieb geben.
8 Blatt Gelatine in kaltes Wasser 5 min einweichen, ausdrücken und mit 2 EL Joghurt erwärmen, bis die Gelatine geschmolzen ist. Dann den restlichen Joghurt, den Zitronensaft und 200 ml des Blütensirups zugeben. Wenn die Masse anfängt zu gelieren, auf den Kekskrümel-Boden geben und kalt stellen.
Wenn der Kuchen fest wird (nach ca. 3-4 h - ich war leider etwas zu voreilig), die anderen 4 Blatt Gelatine 5 min in Wasser einweichen, ausdrücken und mit dem restlichen Sirup gerade so weit erwärmen, bis die Gelatine sich aufgelöst hat. Die Orange auspresse und den Saft zufügen. Als Spiegel über die Joghurtschicht gießen. Wer möchte, kann nun auch noch ein paar Blüten oder Blütenblätter in die Spiegelschicht einsetzten.

Wer es fester und mit ein paar Kalorien weniger mag: Die Sahne kann man weglassen.
Guten Appetit. Und wer beim Lesen neuen Lesestoff von mir möchte, der kann man auf www.streuobstwerkstatt.de (von dort gibt es eine interne, automatische Weiterleitung, wie beim unkrautgourmet.de) vorbeischauen: mein neuestes "Baby".

Bei zu vielen Brombeeren geht der Mädesüßgeschmack manchmal unter. Weniger ist deshalb mehr.

Montag, 3. Juli 2017

Mädesüß-Tarte zum Blogevent "Kräuter machen Laune" von Talu

Mädesüß-Blüten als Aromageber der Tarte - da machen Kräuter Laune.
Mal wieder ein guter Grund zu bloggen:  Dieser Beitrag ist dem Kräuter-Wettbewerb "Kräuter machen Laune" von Talu gewidmet, einen neuen Portal, bei dem sich auch Kräuterfans sicher wohlfühlen werden. Klar suche ich mir für so einen Beitrag weder Schnittlauch noch Petersilie aus, und auch wer glaubt, dass ich nun zu Brennnesseln und Giersch greife, wird sich wundern. Es ist Mädesüß-Zeit! Also zielt mein Beitrag eher auf die Dessert- und Kuchenfraktion unter euch ab. Was habe ich davon? Eine Mädesüß-Tarte! Lecker. Und natürlich schiele ich ein wenig auf den Publikumspreis - eine Gewürzmühlenset. Ich bin ja bescheiden. Doch das habe ich nicht in der Hand, sondern ihr!

Mürbeteig mit einer Quark-Ei-Nuss-Füllung und dem Geschmack von Honig und Mädesüß.
Als Bestäubung wurden kalorienarm einfach ein paar Mädesüßblüten über die Tarte geschüttelt.
Sieht ein wenig aus wie eine Fleischpastete mit Faschings-Konfetti...schmeckt aber ganz anders ;)

Doch erst die Arbeit und das Vergnügen. Mädesüß! Das findet ihr aktuell an Wasserläufen und kleinen Bächen. Mädesüß gehört zur Hochstaudenflur, zusammen mit Blutweiderich und einigen anderen sehr köstlichen, wilden Vertretern der einheimischen Flora. Zu erkennen ist es wirklich leicht, an seinen wie gelblich-weiße Wolken aussehenden Blütenständen, die nach Zahnpasta oder Kaugummi duften - die Salicylsäure machst möglich. Davon sammelt ihr ein Stäußchen. Sammelt gleich ein wenig mehr und trocknet  die Blüten: Sie sind ein super Teebestandteil und wirken bei Erkältungen mit Kopfschmerzen und Fieber und schmecken auch noch, wie sie riechen.

Sieht mehr aus, als es ist: Die Zutaten für die Tarte. Optional ist Marmelade zum Bestreichen.

Zutaten und Zubereitung der Mädesüß-Tarte 

Butter -  bei 40 Grad Außentemperatur lassen wir  
die einfach in der Sonne schmelzen.

Für den Teig (ein klassischer Mürbeteig tut es auch):

  • 250 g Mehl
  • 80 g Zucker
  • 1 EL Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei
  • 150 g Butter

Für die Füllung:

Mädesüß - eine Handvoll großer Stauß ergibt....
  • 3 Eier
  • 50 g Butter
  • 250 g Quark (abtropfen lassen)
  • 100 g gemahlenen Haselnüsse oder Mandeln
  • 80 g Honig 
  • 1 kleine Bio-Orange
  • 1 Strauß (etwa 15 Stängel) Mädesüßblüten
  • 3 EL Gelee (z.B.  Johannisbeergelee oder Orangenmarmelade oder einfach  Honig) 

Zubereitung der Tarte:

...entweder gezupft oder mit der Kräuterschere geschnitten...
Für den Teig Mehl in eine Schüssel sieben, in der Mitte eine Vertiefung drücken und die Butter in Flöckchen hineingeben, ebenso Zucker, Vanillezucker, Salz und das Ei. Schnell zu einen Knetteig kneten und mindestens 30 min kühl stellen. Anschließend ausrollen und ein Tarteform damit auskleiden. Die mit Teig ausgekleidete Backform ins Eisfach stellen und sich derweil um die Mädesüßblüten kümmern.
...eine Handvoll Mädesüßblüten, fertig zur Verarbeitung.
 ...und derweil ist auch die Butter umweltfreundlich und
energieeffizient in der Sonne  geschmolzen.
Für die Füllung die Mädesüßblüten von den Blütenstielen zupfen  und kleinschneiden (oder wer eine komfortable Kräuterschere hat, kann die Blüten direkt von den Blütenstielen schneiden - mein Dank für diese Schere geht an Talu! Zukünftig verwerte ich wohl die doppelte Menge Wildkräuter in der Hälfte der Zeit :-)). Butter schmelzen und die Eier trennen. Das Eiweiß steif schlagen. Butter, Quark, Nüsse, Honig und den Abrieb der Orange und den Saft einer halben Orange miteinander verrühren. Dann das steife Eiweiß und die Mädesüßblüten unterheben und die Füllung in die Form füllen. Ab in den Ofen: bei 200 Grad Umluft muss man sich noch 25 min gedulden. Am letzten Drittel der Backzeit ein Auge aus das Backwerk haben und wenn es zu dunkel wird, mit Alufolie abdecken. Noch heiß mit dem Gelee bepinseln, abkühlen lassen und erst dann aus der Form lösen.

Was ist eigentlich ein "Kraut"?

Eine unkonventionelle Backform: zusammengetackertes
Backpapier. Meine Tarteform ist
runtergefallen und zerbrochen.
Eiweiß und Mädesüßblüten kommen nun in die Füllung,
werden aber lediglich untergehoben und nicht gerührt.
Das sieht nun nicht so spannend aus: Die Mädesüß-Tarte
vor ihrem Besuch im Ofen.
Wie gewohnt gibt es zum Rezept noch ein wenig botanisches Geplauder dazu. Dieses Mal fiel mein Blick auf meinem Tisch immer wieder auf das Holzschild: "Ich liebe Kräuter".  Wirklich nur Kräuter? Was genau ist das eigentlich, ein Kraut? Macht sich darüber noch jemand anderes Gedanken, außer  eine UnKRAUT liebende Botanikerin?
Ein Kraut ist botanisch nämlich genau definiert. Es handelt sich um eine nicht verholzende Pflanze, die nach der Blüte und der Ausbreitung ihrer Samen abstirbt oder sich zumindest  ins Erdreich zurückzieht. Im Winter sieht man von ihr also entweder gar nichts, oder lediglich die letzten Reste ihrer Stängel aus der Erde ragen. Aha! Klingt einfach. Was ist mit den mehrjährigen Kräutern? Schaut man genauer hin, ist das auch erst mal keine komplizierte Sache, noch nicht mal bei der zweijährigen Nachtkerze. Diese wächst im ersten Jahr als grüne Bodenrosette, zieht sich im Winter ins Erdreich zurückziehen und im Folgejahr treibt sie kräftig aus, bekommen Blüten, Samen und dann stirbt sie artig getreu der Definition ab. Passt. Gelegentlich gibt es Kräuter, deren grüne Stängel dank milder Winter erhalten bleiben und dann mehrere Jahre in Folge wieder austreiben. Bei meiner Malven kann ich das jedes Jahr beobachten, aber nur, wenn ich sie nicht niedersense. Solche "Ausreißer" schulden wir mitunter auch dem Klimawandel. Verholzen tun die Stängel der Malve dabei aber auch nur partiell, weshalb wir hier ein Auge zudrücken können. Soweit so gut. Nun schauen wir in die Küche und schon wird es mächtig kompliziert. Von wegen Küchen"kräuter"...
Denken wir an Rosmarin, Thymian und Lavendel. Nein, diese Gewächse bitte nicht als junge Pflanzen vorstellen, sondern als schöne große Exemplare in der spanischen Macchia oder wie man sie in wirklich guten Gärtnereien bekommen. Manche dieser Pflanzen sind mitunter mehrere Jahrzehnte alt und haben schon einen richtigen kleinen Stamm. Stamm? Das, woran ihr nun denkt, ist richtig. Ich seid sozusagen auf dem sprichwörtlichen Holzweg, der aber kein Holzweg im sprichwörtlichen Sinn ist. Denn Stämme sind tatsächlich immer verholzt. Streng genommen müsste man Rosmarin und Co.  deshalb zu den Büschen zählen, nicht zu den Kräutern. Selbst Basilikum verholzt, wenn man aus ihm einen richtigen Busch zieht. Diese kulinarischen Vertreter des Mittelmeerraumes sterben auch nicht nach der Blüte ab und ziehen sich im Winter auch nicht ins Erdreich zurück. Damit sind sie botanisch betrachtet also keine Kräuter, sondern Büsche. Aber "Küchenbusch"  hat sich nicht durchgesetzt, was wohl daran lag, das ältere, heimische  Küchenkräuter wie Anis, Fenchel und Kümmel sich tatsächlich nach Kräuterdefinition verhalten und den Begriff Küchenkräuter längst geprägt hatten, bevor das mediterane Buschwerk unsere Küchenschränke infiltierte. Doch wen stört´s? Den Geschmack  nicht - höchstens den definitionsbesessenen Botaniker und der lässt sich mit Baldrian (ja ein echtes Kraut) besänftigen. Na, mit der Störung kann ich leben.

Mädesüß - ein Kraut das Laune die Stimmung wirklich hebt,
denn die Salicylsäure vertreibt Kopfschmerzen.

Blühende Kräuter - Mädesüß ist Inspiration pur

Auch wenn man bei "Kräuter" immer erst mal an "Grünzeug" denkt (mir geht es da nicht anders), verbirgt sich hinter so einen einfachen Begriff zusätzlich eine riesige, bunte, florale Welt - immerhin gehören dazu auch die vielen, schönen Kräutern mit ihren essbaren Blüten, wie etwa die Taglilien, Kapuzinerkresse, Stiefmütterchen und viele weitere. Das Mädesüß ist aus meiner Sicht eines der spannensten Wildkräutern für die Küche, die mich mit ihrem lieblichen und ungewöhnlichem Aroma jedes Jahr aufs Neue inspiriert, die Kochbücher zu verlassen und einfach darauf los zu kochen. Leider findet es bislang ein eher stiefmütterliches Dasein in den Küchen, auch wenn es seid vielen Jahrhunderten einen festen Platz in den Apotheken und Arzneien der Naturheilkundigen hat. Es wird Zeit, dass das Mädesüß, wie der Bärlauch es seid einigen Jahren auch erfährt, eine Küchen-Renaissance erlebt. Vielleicht ist dieses Rezept ja ein Anreiz, sich in neues Gebiet zu wagen. Irgendwo in diesem Blog habe ich noch einige weitere Mädesüß-Rezepte, etwa den Mädesüß-Pudding. Einfach mal im Rezept-Register gucken und inspirieren lassen. Kräuter und Büsche machen nämlich mächtig Laune ;)

Und nun seid ihr gefragt: Talu-Publikumspreis

Wenn Euch der Beitrag gefallen hat, dann freue ich mich, wenn ihr beim Publikumspreis von  Talu mitmacht und für die Mädesüß-Tarte stimmt. :)


Meine Tarte ist ein Tick  zu dunkel geworden. Ah. Zwei Minuten zu lang gewartet.
Vorführeffekt. Tut dem Geschmack aber keinen Abbruch und lässt sich an der
Kaffeetafel mit Puderzucker, Schlagsahne kaschieren. Lecker ist sie trotzdem.

Sahne ist dazu köstlich. Aber an den weißen Blütentuffs darf sich erst einmal das Auge satt essen.
Mein Dank geht an Talu für die Kräuterschere, das nette Brettchen und den Block -
und natürlich für die Einladung zum Kräuter-Wettbewerb.

Als Tipp von meinen Männern: Esst die Tarte warm mit einer Kugel Vanilleeis.
Viel Spaß beim Nachbacken.

Donnerstag, 25. Juni 2015

Mädesüß-Milchshake mit Erdbeeren

Erdbeer-Milchshake schmeckt ja schon per se schon gut. Wer aber die Erdbeeren lieber am Stück ißt, statt sie zu pürieren, der kann einmal folgende Variante ausprobieren, denn für diese Shake reichen ein paar wenig Erdbeeren. Der lieblich süße Geschmackt kommt vom Mädesüß.

Milchshakes mit Mädesüß haben immer irgendwie eine besondere Note.

  • 5-6 Stängel Mädesüß-Blüten
  • 500 ml Milch
  • 1 Handvoll Erdbeeren
  • Eiswürfel nach Belieben

Die Blüten kopfüber über Nacht im Kühlschrank in der Milch ziehen lassen, dann entfernen und die Erdbeeren in der Mädesüßmilch pürieren. Bei Bedarf mit Zucker nachsüßen (sollte aber eigentlich nicht notwenig sein). Die Eiswürfel zufügen und sofort servieren.

Über Nacht? Geht´s noch schneller?

Wer so lange nocht warten kann, kann das Mädesüß auch in der Milch kurz aufkochen und so lange darin belassen, bis die Milch abgekühlt ist, also im Prinzip einen Mädesüß-Tee mit Milch kochen und darin dann die Erdbeeren pürieren. Probiert den Shake mal lauwarm. Köstlich.

Nachsüßen? Geschmackssache!

Das Nachsüßen ist Geschmackssache. Meine Jungs kippen sich natürlich noch einen Löffel Zucker in den Shake (was zwar lecker ist, aber eigentlich sollen sie ja weg von dem ganzen Zucker und künstlichen Aroma....na gut, ein Löffel sei ihnen gestattet), ich mag ihn etwas herber.

Mädesüß und ein paar Erdbeeren - dürfen auch ruhig die Erdbeeren sein,
die ihr so nicht essen würdet, weil sie "Macken" haben.

Mädesüße in allen Kombinationen

Natürlich lassen sich auf diese Weise endlose Kombinationen finden. Wer Milch nicht verträgt, kann den Shake z.B. auch mit Mandel- oder  Hafermilch zubereiten. Das Mädesüß aromatisiert auch die. Lecker schmeckt Mädesüß-Milch auch mit einer mitgezogenen Stange Vanille ohne Erdbeeren (aber warum sollte man jetzt exotische Vanille nehmen, wenn grade die Erdbeeren reif sind?),  mit einen Klecks Mandelmus, Kirschen, Himbeeren und besonders lecker und farblich interessant wird der Mädesüß-Shake mit Blaubeeren...Mixed it!
Wichtig beim Obst: Werft nur ein paar Obststückchen in den Mixer, denn das liebliche Mädesüßaroma ist all zu schnell überdeckt.

Wozu der Aufwand mit dem Mädesüß? Es gibt doch Aroma in Fläschchen

Ich werde immer mal wieder gefragt, warum man denn den Aufwand mit dem Mädesüß machen sollte, wenn man sich doch einfach der käuflichen Aromen bedienen kann und ein Päckchen Vanillezucker in die Milch schütten könnte. Doch genau darum geht es. Weniger Konsum, mehr Natur. Gibt gleich mehrerer Gründe:
  1. Das Sammeln verbindet einen mit der Natur und sammelt man Mädesüß mit Kindern können diese
  2. erleben, dass das Aroma eben nicht aus Tütchen oder Flaschen kommt, sondern dass man es auf ganz einfache Weise aus den Pflanzen direkt beziehen kann (eigentlich wie man bei jedem Tee Wasser mit Kräutern aromatisiert, aber das ist bei vielen gar nicht so abgespeichert, weil Tee kochen eben "Tee kochen" ist und nicht "Wasser mit Pflanzen aromatisieren").
  3. Grade für Kinder ist Mädesüß perfekt! Lasst sie da mal dran riechen und fragt sie, woran sie das erinnert: Kaugummi und Zahnpasta werden hier immer zuerst genannt.
  4. Unsere Geschmacksknospen sind viel zu sehr auf wirklich große Dosen künstlicher Aromen getrimmt und wir wollen immer mehr davon. Vom künstlichen Erdbeeraroma bis zum Glutamat - wer viel aus dem Supermarkt isst, dessen Geschmacksnerven "verdummen" (ich schreib das mal so plakativ - ist aber so). Dabei bietet die Natur so viele vielfältige Aromen und die müssen nicht immer bitter oder herb sein. Einige Aromen sind nur ganz fein, andere sind regelrecht penetrant. Mädesüß ist eines der Aromen, die wirklich besondere Aufmerksamkeit auf sich ziehen und wer viel mit Kindern unterwegs ist, für den bietet die Mädesüß-Zeit den perfekten Einstieg für die Kleinen ins Reich der wilden Kräuter. Mädesüß ist eine Pflanze für die Sinne: Sehen, riechen, fühlen, schmecken. Einfach toll. Hören tut man sie auch! Da summt und brummt es meist  :-)
  5. Kopfschmerzen? Arthrose?  Erkältung? Mädesüß enthält Salicylaldehyd und Salicylsäuremethyleste. Der Körper macht daraus Salicylsäure - ja richtig! DER Bestandteil von Aspirin, der Acetylsalicylsäure. Ihr könnt Euch also aus dem Mädesüß einen Tee kochen oder eben Milch damit aromatisieren - in beiden Fällen gehen die Inhaltstoffe zum Teil auch in die Flüssigkeiten über. Wer nicht krank ist, wird feststellen, dass er mit einen Glas Mädesüß-Shake eigentlich auch schon wieder genug hat. Warum? Weil der Körper merkt, dass er das grade nicht braucht. Lecker ist es dennoch und abgespeichert wird die Information: Ich brauche Mädesüß bei Schmerzen.

Wenn´s mal wieder länger dauert....

Ja, ja...die Tierwelt. Bevor ich mein Mädesüß in die Milch tunken konnte, musst ich geschlagene zwei Stunden warten, bis die Hummel, die mir vom Feld bis in die Küche gefolgt ist, ihre Arbeit beendet hatte. Sie flog doch tatsächlich jedes Blümchen an - hinein in den Strauß und wieder hinaus, einmal drumherum und wieder mittenrein. Sie war so emsig bei der Sache und scheinbar so betört von dem Mädesüßduft, dass sie gar nicht merkte, dass die Blüten einen halbe Stunde Fußweg hinter sich hatten und sie plötzlich in einer menschlichen Behausung gelandet ist. Irgendwann gegen Abend hatte sie sich dann aber doch müde gebrummt und ist zum Fenster hinaus geflogen: Vollbeladen mit Mädesüßpollen. Ein echter Unkrautgourmet :-)
Hummeln werden wie magisch angezogen...

...von dem lieblichen Mädesüßduft...

...wer warten kann, sollte das tun, immerhin haben die Hummeln
auch ein Recht das Mädesüß zu nutzen.

Samstag, 30. Mai 2015

Grießbrei mit Holunderblüten

Was der Bärlauch im April, ist der Holunder im Mai: Man muss die Zeit nutzen, wenn der Strauch in Blüte steht, denn in 2 Wochen ist der Zauber schon wieder vorbei. Also noch mal schnell Frau Holle huldigen und ein paar Holunderblüten abschneiden und für dieses köstliche Dessert verwenden: Grießbrei mit Holunderblüten-Aroma. Und weil meine Familie es wie immer kaum abwarten kann, gibt es hier die Blitzvariante - sozusagen zum sofortigen Verzehr.

Ein lockerer, leichter Grießbrei mit Holunderblüten - ein Dessert für Feen und Schleckermäuler.

Zutaten für den Holunderblüten-Grießbrei

  • 500 ml Milch
  • 5-6 Holunderblüten
  • 60 g Grießbrei
  • 3-4 EL Zucker
  • 1 gestrichener TL Backpulver

 

Zubereitung von Grießbrei mit Holunderblüten-Aroma:

Die Holunderblüten kopfüber in die der Milch über Nacht ziehen lassen, dann einmal kurz aufkochen und die Blüten herausfischen. Wenn einzelne Blütchen in der Milch herumschwimmen, macht das nichts, im Gegenteil, man erwartet ja schon fast, Blüten darin zu finden. Nur die Blütenstiele sollten alle draußen sein. Dann den Grießbrei einrühren und noch einmal aufkochen lassen, vom Herd ziehen und mit dem Handrührgerät auf höchster Stufe das Backpulver unterrühren. So lange weiterrühren bis der Gießbrei erkaltet bzw. lauwarm ist.  Während des langen Rührens (das dauert bei einem halben Liter Milch ca. 2-3 Min) wird er durch das Backpulver schön fluffig.

"Mama, den Holunderblütengrießbrei essen Feen bestimmt auch." ...Bestimmt! :-)
Die "Schwierigkeit" hier ist die Menge des Backpulvers. Wer davon zu viel nimmt, dem schmeckt der Grießbrei auch schon mal nach Backpulver. Deshalb: Vorsichtig dosieren.

Tipp: Aromatisieren mit Blüten

Das Aromatisieren von Milch und die Verwendung derselben lässt sich natürlich gleich auf mehrere Pfanzen und Gerichte ausweiten. Ob man nun Holunder, Mädesüß oder Flieder nimmt und die Milch für Grießbrei, Milchreis, Pudding oder Panna Cotta verwendet, das Ergebnis ist immer ein Erlebnis. Seid mutig und experimentiert ein wenig. Wer eine Damaszener-Rose zu hause hat, kann natürlich auch deren Blüten über Nacht in Milch ausziehen lassen. Nicht nur Milch, auch Wasser lässt sich so aromatisieren. Den berühmtesten "Auszug" von Aroma aus Pflanzen mit Wasser kennt wohl jeder in Form von "Tee". Ihr sehr also: Es ist gar nicht so schwer, sich der Aromen aus der Natur zu bedienen.

Ich bin ein Grießbrei-Fan. Nachdem ich mich durch die Grießbrei-Regale und -Rezepte dieser Welt gefuttert habe, bin ich bei diesem Rezept hängen geblieben. Als Basis nehme ich den Weizengrießbrei von Demeter. Im Winter verwende ich statt Holunderbüten Zimt und Kardamon, meine Jungs lieben ihn mit Kakao und ich freue mich schon auf den Juni, wenn das Mädesüß kopfüber in der Grießbrei-Milch hängt. Es ist ein simples, aber überaus schnelles Rezept und durch seine fluffige Kosistenz ist dieser Grießbrei nicht zu schwer und wuchtig wie diverse abgepackten Exemplare, die doch manchmal eher an Bastelkleber erinnern, als an Grießbrei. So ist Grießbrei in meinen Augen perfekt und erinnert mich immer an das Märchen der Gebrüder Grimm: "Der süße Brei", auch wenn der Brei aus dem Märchen ein Hirsebrei war.  Wenn keiner meiner Männer zu Hause ist, dann nutze ich auch schon mal die Gunst der Stunde und koche mir eine Extra-Schüssel Grießbrei: "Töpfchen koch"...als warmes Hauptgericht und gaaaanz für  mich allein :). Schmeckt natürlich auch mit viiiiiiiiel Obst, vor allem Erdbeeren, Blaubeeren, Himbeeren, Pfirsichen, Aprikosen.....Ah! Hunger!
Noch mal angucken. Gleich ist der Grießbrei mit Holunderblütenaroma aufgegessen.

Dienstag, 5. August 2014

Holunderbeerencreme mit Mädesüßsahne

Ein Dessert nicht für alle Tage: Holunderbeeren haben nur eine sehr kurze Saison.
Holunderbeercreme hat etwas von herber Schokolade mit einem Hauch Unbestimmbarkeit -
eben die Magie im Holunderstrauch :-)

Schweinerei. Das Desserts immer so lecker sind und oft wahre Kalorienbomen, das ist doch echt gemein. Immerhin: Für dieses Dessert bin ich mal wieder 2 Stunden im strömenden Regen durch die Natur gesprungen - von diversen Holundersammelplätzen bis zu meinen Fundorten fürs Mädesüß. Beides wollte ich schon lange mal kombinieren. Da aber das Mädesüß schon vielerorts abgemäht war und die Holunderbüsche je nach Standort mal bereits trockene Früchte hatten, mal noch gar nicht reif waren, wurde meine Tour immer länger und länger. Vor lauter Regen blieb die Kamera in der Tasche, der Laufschritt wurde immer schneller. Kalorienburning :-). Erst als das Dessert schon im Topf war, fiel mir ein: "Örgs - Fotos!"

Zutaten für die Holunderbeerencreme:

Holunderbeeren haben einen schwer zu beschreibenden
Geschmack, ein wenig zwischen süß-sauer-herb-bitter.
  • eine  500g Schale voller Holunderbeere
  • 200 ml Sahne
  • 4 Eigelbe
  • ca 100 g Zucker oder Rohrzucker
  • 2 Blatt Gelatine
Für die Mädesüß-Sahne:
  • 200ml Sahne
  • 6 Blütenrispen Mädesüß


Zubereitung:

Die Gelatine in Wasser einweichen. Die Holunderbeeren kurz mit wenig Wasser weichdünsten und durch die Flotte Lotte drehen. Wer keine hat und vorher artig alle Stängel abgezupft hat, darf hier auch mal den Passierstab nehmen. Etwa 100-150 ml Holunderbeerenmatsch sollte das mindestens ergeben. Zu dem Beerenmus die Sahne zufügen und noch einmal aufkochen und vom Herd nehmen. Einstweilen die Eigelbe vom Eiweiß trennen und die Eigelbe mit dem Zucker gut verrühren. Ist die Sahne etwas abgekühlt unter ständigem Rühren die Eimasse langsam zugeben, dabei rühren, rühren, rühren. Anschließend die Gelatine ausdrücken und in der warmen Sahne-Ei-Holundermasse auslösen.
Die Holundercreme "zur Rose abziehen", dafür wird sie einfach im
Wasserbad bis zur gewünschten Konsistenz warm gerührt.
Nun wird es poetisch: In einen heißen Wasserbad wird die Creme warm gerührt, bis sie die gewünschte Konsistenz erreichet hat. "Eine Rose abziehen", heißt das im Fachjargon der Köche. Rose deshalb, weil sich die Creme beim Herablaufen von der Rückseite eines eingetauchten Holzlöffels wellt, was ein wenig wie eine Rose aussehen soll.  Kochen ist Poesie :-). Die Creme kommt hernach in den Kühlschrank, wo sie fest werden darf.
Mit dem Mädesüß ist es einfacher: die Rispen in die Sahne hängen und mindestens 6 Stunden darin belassen, besser über Nacht. Am nächsten Tag wird das Mädesüß entfernt und die Sahne durch ein Sieb gegossen und steif geschlagen. Wer mag, kann noch etwas Zucker (1 EL reicht vollkommen) unterrühren, ist aber eigentlich nicht notwenig.
Die Creme mit der Sahne dekorativ anrichten.

Sonstiges zum Rezept:

Über Nacht nimmt die Sahne
das Aroma des Mädesüß an.
Ihr kennt das schon vom
"Mädesüß stirred"
  • Wem die Mädesüß-Sahne zu dem ohnehin sahnigen Dessert zu mächtig erscheint, der kann auch einen Fruchtspiegel aus Holunderbeerenmus kochen. Dafür die passierten Holunderbeeren mit Zucker abschmecken und bei Bedarf mit Speisestärke andicken oder abgeschmeckten Holunderbeerensaft kurz erwärmen und mit Gelatine verrühren. Das Mus oder den Saft in einen hohen Teller geben und fest werden lassen. Darauf die Holunderbeerencreme anrichten.
  • Im Winter kann man die Creme auch mit 500 ml Holunderbeerensaft zubereiten. In dem Fall ein Blatt Gelatine mehr nehmen.
  • Holunderbeerencreme ist - wenn man sie nicht ganz so süß macht - ein wahres "Männerdessert", weil die nicht ganz so stark gesüßte Creme in der Tat etwas nach Herrenschokolade schmeckt.

Samstag, 28. Juni 2014

Das Geheimnis des Mädesüß

Zu manchen Pflanzen fühlt man sich magisch hingezogen, so wie zum Mädesüß. Schon als kleines Mädchen hab ich jene fluffigen Blütenrispen geliebt, die so herrlich nach Kaugummi riechen. Der Geruch stammt von den ätherischen Ölen. Und gleich zwei weitere Inhaltsstoffe machen das Mädesüß so besonders: Vanillin und Salicylsäure.

Mädesüßtee und die Salicylsäure

Ein Tee aus den Blüten ist dank der Salicylsäure ein wenig mit einem Schmerzmittel vergleichbar, das oft als wesentlichen Wirkstoff  Acetylsalycilsäure enthält. Deswegen bringt ein Mädesüßblütentee Linderung bei fiebrigen Erkältungskrankheiten, Grippe und rheumatischen Erkrankungen.

Zubereitung des Mädesüßtees:

Dafür setzt man 1 Tl Blüten (oder 2 TL getrocknetes Kraut, das weniger Salicylsäure enthält) mit 1/4 l kochendem Wasser an und lässt den Tee 10 Minuten ziehen. 2 Tassen am Tag reichen und schmecken mit Honig gesüßt vor allem kranken Kindern.

Der Tee unterstützt aber auch die Ausscheidung über die Niere und galt deswegen auch von Alters her schon als Nierenmittel. Wer davon 4 Tassen am Tag trinken kann, kann mit Mädesüßtee auch eine Blutreinigungskur machen.

Tatsächlich war Mädesüß zusammen mit der Weide, eine der ersten bekannte Quelle, aus der man das Schmerzmittel Aspirin synthetisiert hat. Da es Menschen gibt, die Salicylsäure, den Hauptwirkstoff des Aspirins, nicht vertragen, ist die Anwendung von Mädesüßtee nicht für jeden geeignet.

Äußerliche Anwendung von Mädesüß-Kosmetik

Auch äußerlich lässt sich Mädesüß verwenden: Gerade wer jetzt im Sommer oft unter geschwollen Füßen leidet, kann ein Fußbad oder Kompressen mit Mädesüß versuchen. Dafür kann der oben angegebenen Tee in größerer Menge und in stärkerer Dosierung angesetzt werden.

Ein Rezept für eine straffende Gesichtslotion mit Mädesüß:

Eine Handvoll Mädesüßblüten werden in 150 ml Wasser gekocht, so lange ziehen lassen, bis das Wasser kalt ist. Anschließend abfiltern,  mit 100 ml Hamameliswasser verrührt und in Flaschen gefüllt.

Und woher hat das Mädesüß seine Namen?

Das bleibt wohl das Geheimnis dieser Pflanze. "Süß" kommt ganz klar vom süßen Duft, den das Mädesüß verbreitet. Aber "Mäde"? Man munkelt, das ist ein Wortbestandteil, der sich sowohl von "Met", als auch "Mede" ableiten lässt.
Met war jener altgermanischen Honigwein, den unsere Vorfahren wohl auch mit Mädesüß aromatisiert haben. Auch heute wird mit Mädesüß Milch, Sahne, Wasser und auch Wein aromatisieren, wie im "Mädesüß stirred" oder dem Mädesüßpudding vorgestellt. Das Vanille-Aroma  und die ätherischen Öle übertragen sich auf die Flüssigkeiten und geben ihnen ein ganz besonders lieblich-süßes Aroma.
Auf der anderen Seite ist "Mede" ein alter Begriff für Grasland. Beim Trocken von mädesüßhaltiger Maht, riecht diese ebenso süß - im englischen auch "meadow sweet" bezeichnet. Meadow = Wiese. Moment. Mead? Wenn man das so liest, wie es da steht: M E A D, kommt man schnell zu "Mäde".
Von Mädchen kommt Mädesüß also nicht. Oder doch? Die Bauersburschen lagen bestimmt gerne mit ihren süßen Mädchen im lieblich duftenden Heu und im Mädesüß, nachdem sie das Gras gesennst und gerauft haben.  Vielleicht haben Mede und Mädchen im Mädesüß zusammengefunden...Wie auch immer: Das Mädesüß wird sein Namens-Geheimnis wohl ewig wahren.

Freitag, 27. Juni 2014

Milchshake mit Mädesüß - der "Mädesüß stirred"

Vanille? Schoko? Banane? Vergiss das alles!
Mädesüß gibt diesem Shake seinen
unvergleichlichen Geschmack.
Das Mädesüß duftet vor sich hin. Bei uns im Oberrheingraben ist das herrliche Kraut nun in voller Blüte. Da ich fast täglich an einem Stelle vorbeilaufe, an der Mädesüß wächst, komm ich kaum umhin, mir hin und wieder einen Blütenstängel diese betörend duftendes Gewächses abzupflücken. Aber nur dran schnüffeln und wegwerfen, das gibt es bei mir nicht. Bei mir landet alles erst mal in der Pfanne, im Topf, auf dem Teller oder wie hier, im Glas. Eines meiner Lieblingsrezepte, weil es so wunderbar einfach ist, ist der Milchshake mit Mädesüß...obwohl - geschüttelt wird eigentlich gar nicht, eher gerührt, sozusagen ein "Mädesüß stirred"

Zutaten für den "Mädesüß stirred": 

  • 1/2  l Milch
  • 3 Mädesüßblütenrispen
  • 1 EL Zucker


Zubereitung:

Die Blüten in die Milch geben und über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen. Die Blüten herausnehmen, die Milch durch ein Sieb streichen und  je nach Geschmack mit Zucker süßen, umrühren. Die Milch mit einem Milchaufschäumer aufschäumen und servieren.




Donnerstag, 26. Juni 2014

Mädesüßpudding

         Mädesüß hat einen sehr intensiven,
         süßen Geschmack - perfekt für Desserts.      
Mädesüß ist eine der Pflanze, die erst jetzt, Ende Juni / Anfang Juli in die Blüte geht. Zu finden ist die meist an Ufer oder auf Au-Wiesen oder ähnlich feuchten Standorten.  Ich hab sie als "Kaugummi-Pflanze" schon als Kind geliebt. Ihr Geruch ist süß-würzig und erinnert stark an Zahnpflegekaugummis. Die Besonderheiten des Mädesüß könnt Ihr demnächst unter Pflanzenpower nachlesen. Doch erst mal wird gegessen - oder besser: genascht :-). Diesmal einen Dessert: Mädesüßpudding.



Zutaten für Mädesüßpudding

  • 8 Blütenstände vom Mädesüß
  • 400 ml Sahne
  • 4 Blatt Gelatine
  • 3 El Zucker


Zubereitung:

Die Menge der Zutaten für
Mädesüßpudding sollte verdoppelt
werden,  dann gelingt sie einfach besser.
Die Blüten abzupfen und in 200 ml Sahne mit dem Zucker kurz aufkochen und mindestens 30 min ziehen lassen (geht auch über Nacht, dann ist der Geschmack sehr intensiv). Die Sahne durch ein Sieb gießen und noch mal kurz erwärmen. Die Gelatine einweichen, ausdrücken und in der warmen Sahne auflösen. Wenn die Gelatine anzieht, die andere Hälfte der Sahne aufschlagen und unter die Creme heben. Wer mag kann die Creme in einen Spritzbeutel füllen und dekorativ anrichten. Dafür eigenen sich Johannisbeeren sehr gut.


Mädesüßpudding mit Schokoladenraspeln - muss ja nicht immer Vanillepudding sein.

 

Sonstiges:

Im Bild habe ich das Rezept lediglich mit der Hälfte der Zutaten bereitet, was ein wenig schwierig war, da 100 ml Sahne mit Mädesüß schwer aufzukochen  und aufzuschlagen sind (es bleibt fast nichts mehr übrig im Topf nach dem Erwärmen). Deswegen ist der Pudding weniger "fluffig" geworden, als gewohnt. Lecker war es dennoch - nur leider viel zu schnell aufgegessen :-(