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Dienstag, 10. November 2020

Sie hat schon wieder den Weihnachtsbaum gegessen oder das Ergebnis eines ziemlich ruhigen Jahres

2020  - ein Projektjahr

Neuauflage von "Schatz ich hab den Weihnachtsbaum aufgegessen!"

Da ist sie nach 5 Jahren: die zweite, völlig überarbeitete Auflage meines Buches "Schatz, ich hab den Weihnachtsbaum aufgegessen", jetzt mit Fotos und noch mehr Rezepten.

Da fällt die Tür ins Haus: Hurra! Meine völlig überarbeitet Neuauflage gibt es im Handel (ISBN 9783752627879) ! Es war eines der Projekte, die ich dieses Jahr vorangetrieben habe.  "Schatz, ich hab den Weihnachtsbaum aufgegessen!" beinhaltet nun noch mehr Rezepte und dieses Mal auch  Fotos! 92 Seiten voller Ideen, was man aus einen Christbaum nach Weihnachten machen kann. Vielleicht sucht ja noch jemand ein originelles Geschenk? Wie wäre es dieses Jahr mit einem kleinen Weihnachtsbaum im Topf  samt "Verwertungsbuch" für die Verwandschaft? 

Zu kaufen am besten über folgende Wege (Bitte plant eine Lieferzeit von  2 Wochen ein, da das Buch eben  on Demand, also auf Bestellung, gedruckt wird!) :

  • über mich persönlich. Einfach eine Mail mit der gewünschten Stückzahl und eurer Liefer-/Rechnungsadresse an mich, unkrautgourmet(at)email.de. Gern versehe ich euch das Buch mit einer persönlichen Widmung, wenn Ihr das möchtet.
  • über  den Autorenwelt-Shop, der mit den Einnahmen über den Verkauf die Autoren extra unterstützt als wenn das über Amazon und Co läuft, oder 
  • direkt bei BoD, da hier die Einnahmen für mich als Autor mit am größten sind (und immer noch unter 10% liegen!). 

Mal ein kleiner Blick, in das Buch, damit Ihr seht, wie das Innen nun aussieht:


Tannenzapfen-Brötchen, nur eine Idee, wie man seinen Tannenbaum nach Weihnachten weiterverwerten kann. Mehr Ideen im Buch "Schatz, ich hab den Weihnachtsbaum aufgegessen!" 

Zu klein zum Lesen? Kein Problem! Schau mal da: Tannenzapfen-Brötchen.

Aber was ist in meinem Leben dieses Jahr passiert? Nun, eine Geschichte, wie sie vielen passiert ist, die der Lockdown ins Gesicht geschlagen hat. Nur liest sich meine etwas anders, da ich nicht der "typische Fall" bin, aber welcher Fall ist schon "typisch"? Ich kann nur hoffen, dass Hotelliers, Gastronomiebetriebe,  Künstler, alle selbstständig in der Bildungsbranche tätigen wie mich, und alle anderen, die der Lockdown in die Knie gezwungen hat, ebenfalls einen eigenen Weg finden, die Krise zu bewältigen. Denn trotz der Beteuerung von Herrn Spahn: Es werden viele vergessen! Sehr viele. Sie leiden still..und in meinen Fall setzte ich die Energie statt in Wut in Kreativität um.


Krise als Chance - ein Lernprozess

Ein kurzer Blick zurück. März 2020. Lockdown. Da ich seit Jahre in der Umweltbildung tätig bin und fleißig Schulklassenprojekte auf der Streuobstwiese mache, musste ich mit der Lockdownsituatuation erst einmal klar kommen: Mir sind von einem Tag auf den andern die Projekte für das Schuljahr 2019/2020 vollständig kollabiert. Es gab so gut wie kaum eine Neubuchung für das Schuljahr 2020/2021. Verständlich. Viele Schule durften keinen externen Referenten wie mich mehr dazu nehmen, die Lage durch einen Lockdown in Zukunft machte es Schulen unmöglich langfristig zu planen und mir natürlich auch. Ich kann unmöglich über die nächsten Jahre so viele Termine offenhalten, die dann mit großer Wahrscheinlichkeit ebenfalls nicht stattfinden. Die ganze Situation war und ist extrem belastend. Damit muss man erst mal klarkommen.  

Mitte März stand ich also noch mit einer Klasse auf der Wiese und hab Rehspuren und noch steif gefrorene Eidechsen untersucht und einen Tag später waren alle Zuhause. Alles gestrichen. Die Schulklassenprojekte wurden eingeforen, der Geopark hat seine Aktivitäten auf ein Minimum und mit begrenzter Besucherzahl festgesetzt, Gruppen buchten mich nicht mehr. Für mich hieß das: totaler Verdienstausfall und ein düsterer, ungewisser Blick in die Zukunft. Da fällt man erst mal in ein Loch. Ein ziemlich tiefes. Das, was ich mir über die letzten Jahre so mühsam aufgebaut hatte - alles entrissen. Ob ich noch mal den Elan aufbringen kann, so viel Herzblut zu opfern? Ich weiß es nicht.  

Herausgeholt aus dem akuten Frustrations-Loch hat mich die Natur, mein Garten, mein Mann, meine Kinder und meine eigenen 1000 Ideen und der Schütze-eigene Optimismus. Aus der Krise eine Chance machen. Ich will das nicht schön reden. Es ist nicht schön. Mein Vater - Gott hab ihn selig - würde sagen: "Kind, du muss der Scheiße einen Geschmack geben!" Papa, ich bemühe mich. Dennoch habe  ich immer wieder Momente, wo ich am liebsten den Kopf in den Sand stecken würde.... was nützt das? Nichts. Ab und an ist Selbstmitleid für die eigene Psyche angebracht. Verlust darf auch betrauert werden. Existensängste nagen an den Nerven. Wenn einem das eigene Herzensprojekt quarantänisiert wird, dann darf man auch wütend sein, traurig, frustriert. Eine Zeit lang. Doch dann sollte man sich auch wieder aufrappeln.  Das Leben ist ja nicht vorbei. Chancen verschwinden nicht, sie ändern sich nur. Zeit also, ein paar neue (oder alte) Projekte zu starten (oder aufleben zu lassen), die man ohne die Vollbremsung nie angegangen wäre. Und es werden einem ein paar Dinge sehr deutlich, die man so nicht wahrgenommen hätte oder im Arbeits-Alltag gut ausblenden konnte.  Dafür bin ich dankbar. Ich sehe nun klar. Bildung und Umweltschutz werden mit Füßen getreten. Das zu erkennen war hart. Herzensprojekt hin oder her, aber auch solche Arbeit sollte gewürdig werden, denn sie ist wichtig und in einer Situation wie dieser merkt man dass man keine Rücklagen hat bilden können, aufgrund der geringen Einnahmen noch nicht mal Soforthilfe beantragen kann....Verrückt. Es so plakativ vor Augen geführt zu bekommen von einen Tag auf den anderen - darauf war ich nicht vorbereitet. Auch ich war im Arbeitstrott etwas verblendet. Doch ich habe die Herausforderung angenommen: Wenn sich keiner drum kümmert, muss man das selbst in die Hand nehmen. Und so sehe ich die Krise als Chance. Und neue Projekte beanspruchen meine Lebenszeit.

2020 war ein "besch...eidenes" Jahr inSachen Umweltbildung: Nur drei Klassen hatten die Gelegenheit Äpfel in der Streuobstwerkstatt zu keltern. Aber den Kindern hat es viel Freude bereitet. Immerhin vier solcher Veranstaltung konnte irgendwie stattfinden, nachdem alles in diesem Jahr zusammengebrochen ist.


Draußenschule Ladenburg

Ich habe mich ins Team zum Aufbau einer freien Grundschule, der Draußenschule in Ladenburg eingebracht und bin dort nun auch gut eingebunden. Erst mal ehrenamtlich. Wie alle. Wenn alles gut geht, starte ich dort im September 2021 als Festangestellte. Das wärs. Ein Traumjob für mich. Schaut doch mal rein: draussen.schule. Es ist eine Ganztagsgrundschule in freier Trägerschaft, die mindestens einen Tag in der Woche vollständig draußen verbringen wird und die anderen Tage zumindest für mehrere Stunden dort lernt, wo lernen stattfindet: im Alltag. Man kann sich das so vorstellen, wie früher: eine Dorfschule mit einer altersgemischten Klasse, wo alle Kinder voneinenander lernen, wo man gemeinsam projektbasiert lernt (nicht mehr fächerbezogen), eigenen Ideen entwickelt und das Ganze mit einem sinnvoll eingesetzten Maß an Medien und Technik. Wer sich so gar nichts darunter vorstellen kann, kann sich das mal auf unserer Webseite anschauen oder im Video unten, dann versteht man auch, wie ich eigentlich dazu komme. Im Film komme ich nicht vor, sondern Caro, die zukünftige Schulleiterin und die Urmutter des Projekts Draußenschule. Wenn ihr das Projekt und die Schulform unterstützen wollt, dürft ihr gern unsere Kampagne auf BetterPlace unterstützten oder eine Spende euer Wahl an die Draußenschule spenden. Wir planen in einigen Jahren auch eine Sekundarstufe und mein eigener Traum wäre es, solche kleinen Schulen überall wieder dezentral einzurichten. Und träumen wir weiter: Wenn Privatschulen alle vom Staat unterstützt werden würden, würde Bildungsvielfalt statt Bildungseinheitsbrei endlich auch möglich sein. Was auch helfen würde: Ein bedingungsloses Bildungseinkommen. So das Familien, deren Kinder nicht auf Regelschulen passen, aber z.B. in eine Schule wie der Draußenschule gut lernen können, sich das auch leisten könnten.... Man braucht Träume, um die Zukunft zum Besseren zu verändern. Und so arbeiten wir seit Jahren (ich seit nunmehr 2)  alle ehrenamtlich ohne Bezahlung viele, viele Stunden daran die Bildungslandschaft und somit die Zukunft unserer Gesellschaft zum Besseren zu verändern.



Streuobstwerkstatt Schriesheim

Der Unkrautgourmet hat in diesem Jahr auch einen festen, realen Standort bekommen, mit der Streuobstwerkstatt. Hurra! Auch das habe ich meiner unfreiwilligen Freizeit unbezahlt auf die Beine gestellt: die Streuobstwerkstatt. Das ist wahrlich eine Corona-Geburt, denn ohne Corona und die verordnete Zwangspause und damit den Komplettausfall aller Termine im Jahr 2020  und 2021 (Die Schulen buchen mich ja immer für ein ganzes Jahr und da die Sachlage aktuell sich wieder verschärft habe ich auch keine Buchungen für 2021...) wäre dieses Projekt nie entstanden. So hatte ich eindeutig zu viel Zeit. Wenn man diese in sein Herzensprojekt steckt, dann passieren plötzlich kleine Wunder. So wurden mir dieses Jahr von der Stiftung des Landenaturschutzverbandes 3500 Euro zum Schneiden der 26 Bäume auf dem Grundstück überlassen! Das war ein Segen und jede Menge Papierkram. Von der 70-Jährigen unbekannten Mostbirne über den Klarapfel, einigen Pflaumenbäumen bis zur ebenso alten Konstantinopeler Apfelquitte - alle Bäume sind durch Baumkletterer so geschnitten worden, dass sie hoffentlich noch viele Jahre stehen und werden in 2 Jahren mit dem Geld auch nachgeschnitten. Ich bin dankbar, denn das Crowdfounnding hat zwar ein wenig was eingebracht und den Notschnitt im Juni finanzieren können, aber bei so vielen Bäumen, war deutlich mehr Men-Power nötig. Danke an Fabian und Co. von Arboreal Baumpflege, die zu einem Super-Preis  die Bäume geschnitten haben und so das Projekt unterstützt haben! Mehr dazu auf meiner Seite zur Streuobstwerkstatt. Dort könnt ihr nachlesen wie sich das Projekt ntwickelt hat.  Nächstes Jahr kann hier auch die Klasse der Draußenschule herkommen. Die Streuobstwerksatt wird dann auch Außenklassenzimmer. Das ist so schön. 

Mittlerweile durfte ich auch bei den 14. Streuobsttagen Baden-Württemberg dazu einen Vortrag halten, das hat mich sehr gefreut! Die Streuobstrage sollen im Nachgang auch online einsehbar sein, dann werde ich den Link hier auch einstellen.

Und weil mir das Thema Streuobst so sehr am Herzen liegt, habe ich diesen Jahr mehrere Grundstücke in Pflege genommen, die ich (noch immer)  von Brombeeren befreie, um auch dort wieder eine Streuobstwiese herzustellen. Ein zweiter Standort für die Streuobstwerkstatt - das wäre ein Traum.

Aktuell kann man sich bereits für den zweiten offiziellen Termin in der Streuobstwerkstatt anmelden am 28.11. um 14 Uhr, Theme: "Pfanzung und Pfege"  dritten offiziellen Termin in der Streuobstwerkstatt am 16.01.2021 um 14 Uhr zum Thema " Tiere im Winter" anmelden. Sei mit dabei!  Kosten: Spende in der Höhe deiner Wahl. Das eingenommenen Geld wird in die Streuobstwerkstatt reinvestiert.

Fabian Kaufmann von Arboreal Baumpflege beim Schneiden meiner 15 Meter hohen Kirsche. Irre. Er hing da wirklich Kopfüber mit der Säge im Baum...Ich habe still gebetet...er hat es heil nach unten geschafft.

Ein paar Impressionen des Jahres 2020 aus der Streuobstwerkstatt.



Lohn der Arbeit: der Gemüsegarten

Auch das habe ich dieses Jahr als privates Projekt gemacht: mir einen Gemüsegarten angelegt. Das war ein Frust-Projekt. Mit dem Wegfall meiner Arbeit, habe ich was gebraucht, wo ich mich auspowern konnte. Die Basis war eine Brombeerwüste! Also jede Menge zum Auspowern. Da steckt viel Schweiß und Pickelarbeit drin.  Ja, ich essen außer Brennessen und Tannenbaum  auch gern mal eine Tomate :-). Als Lohn hat das 400 qm Stück das ich "entbrombeerisiert" habe,  neben 35 kg Zucchini, 50 kg Tomaten und 70 kg Kartoffeln auch mehrere Dutzend Auberginen und einige Kilo Erdbeeren abgeworfen. Die Erdbeeren hatte ich im Herbst bereits gepflanzt. Die üppige Ernte hat mich sehr gefreut. Wir hatten natürlich auch einigen Ladungen Brennnesselspinat, Zutaten durch andere Wildkräuter und am Ende einen Wintervorrat Brombeerblättertee ;-). Es tut gut, seinen Frust mit Spaten, Heckenschere, Buschsense und  Pickel abzuarbeiten und dafür dann auch noch belohnt zu werden. 

Der Garten hat kein Wasser! Gelegentlich musste mein Gemüse also dürsten, was mich Lehrgeld gekostet hat. Gemüse mit hohem Wasserverbrauch wollte einfach nicht wachsen. Das war im Juni beim Anpflanzen des Grünkohles leider sein Tod. Auch Blumenkohl und Kohlrabi wollten ohne Wasser nicht gedeihen. Nächstes Jahr werde ich meine Erkenntnisse dergestellt umsetzten, dass ich weiter versuche Sorten und Arten zu finden, die mit der immer ausgeprägteren Sommertrockenheit gut zurecht kommen. Schafwolle,  Terra Preta und Mulchen werden im Gemüsegarten wohl 2021 eine entscheidenen Rolle spielen. Aktuell experimentiere ich mit Wurmkiste,  Bokashi und verschiedem Meerschweincheneinstreu-Gut zur Kompostierung. Vielleicht schaffe ich es ja darüber mal zu bloggen.

Da dieses Jahr nur 3 Schulklassen zum Keltern kommen konnten, habe ich Apfelsaft für die nächsten 2 Jahren im Keller und einigen  Kirschgläser füllen die Regale, wo noch Platz ist. Trotz Verdienstausfall und Verzicht an allen Stellen: Verhungern werden wir nicht. Liegt auch wieder an unserer tollen Gesetzgebung, die mir verbietet, den Saft zu verkaufen, da er nicht dem hygienischen Standard der Lebensmitttelindustire entspicht. Klar, ist ja auch vom Baum quasi direkt in die Flasche gespungen. Nennt sich biodynamisch und lebendig. Der Saft wurde also nicht um die halbe Welt gekarrt,  zu Tode erhitzt und gefiltert, konzetriert, nacharomatisiert, verdampft und dann wieder verwässert. Deswegen darf er nicht verkauft wernd. Ist ja gefählich, so viel Gesundheit...Verrückt. Also habe ich nun knapp 100 Liter hochwertigen, biologischen, regionalen,absolut CO2-emmissionsfreien Streuobst-Apfelsaft mit dem kleinsten aller ökologischen Fußabdrücke im Keller - darf ihn aber nicht verkaufen. Naja. Ich lebe auch ohne Klopapier ganz gut. 

Das Gärtnern, Kümmern, Ernten und Verwerten hat mir Mut gemacht und Hoffnung geschenkt. Die vielen Stunden im Garten mit Hacken, Schwitzen und Wasser anschaffen, das Schneiden der Bäume, das Sammen und Keltern der Äpfel, haben sich gelohnt. Die Natur danke es einen, auf ihren ganz eigenen Weg. Und auch hier bin ich dankbar, jeder einzelene Tomate, den Kartoffen, die so wunderschön im Juni geblüht haben,  jeder Schnecke, die in die andere Richtung gekrochen ist. Es sind die kleinen Dinge im Leben die zählen.


Von Küchen- und Schreibarbeit und Books on Demand

Wenn man dann abends endlich mit hängender Zunge wieder Heim gekommen ist, was macht man dann? Ich habe mich an den Schreibtisch gesetzt und an einer Neuauflage gebastelt von "Schatz ich hab den Weihnachtbaum aufgegessen!" Vor allem dieses Jahr hatte ich dazu einen enormen Ansporn. Nachdem klar war, dass nicht viel in der Haushaltskasse sein wird, nach so einem desastösen Jahr, würde nur ein Weihnachtswunder helfen können. Seit über 5 Jahre stehe ich im Januar regelmäßig in der Küche und fröne der Experimantalküche mit dem Tanne aus Ausgangsmaterial. Nach 3 Wochen hängt einem der Geschmack zum Hals raus :-). Wir sind alle froh, wenn der Baum verbraucht ist und wir wieder zu "Normalkost" bergehen, was immer das in einen Unkrautgourmet-Haushalt auch bedeuten mag :-D. All die Rezept auf Schmierzetteln hatte ich dieses Jahr zusammengetragen, das Buch noch mal überarbeitet, ergänzt, Fotos gemacht, den Text redigiert, perfektioniert, korrigiert. Die Formatierung mit Open Office war wie immer die größte Frustration, gerade weil auch die Datein mit vielen Bildern doch recht groß war. Doch mit einigen Tücken hat das dann doch gerade noch so hingehauen. Eine Herausforderung für meinen Rechner war die Erstellung des druckfähigen Covers, das dieses Mal deutlich größer war und damit auch mehr Rechenleistung erforderte. Fast eine Woche hat mich allein die Gestaltung gekostete.  Gimp habe ich hier als Programm entdeckt, dass auch bei einem Nicht-DIN-Formate die generierte Pdf-Datei so abbildet, wie es dem ursprünglichen Format entspricht und daraus keine DINA4-Seite generiert.  Was für ein Abenteuer...


Von Himmelsränder Küche und Rechten, die man nicht hat 

Daneben habe ich noch ein anderes Buch geschreiben, dass ich aber aufgrund der rechtlichen Lage ganz anderer Art, ebenfalls nicht verkaufen darf: "Himmelsrand für Feinschmecker". Meine Kinder spielen gerne Skyrim® und ich weiß nicht, wie oft sie mich gebeten haben, doch mal den Süßkuchen zu backen. Ich Irre habe dann auch noch den Anspruch,  nur mit den Zutaten zu backen, die man auch in Himmesrand findet. Also sitze ich schon seit Jahren dran und koche all das nach, was da im Spiel zu finden ist. Auch diese Zettelsammlung habe ich in der coronabedingten Zwangspause geordnet und zu einen Kochbuch zusammengesetzt. Vom Süßkuchen bis zum gebratenen Schlachterfisch, vom Karamel-Bonbon bis zum zur Pferdehüfte....alles drin. Das Buch habe ich bei Bulb drucken lassen. Ein Unikat und ohne ISBN-Nummer - klar, ist ja auch gezwungener Maßen unverkäuflich. Der Frust im Leben. Die kleinen Freuden im Leben. Beides sehr nah aneinander. Ich hab ein lachendes und weinendes Auge, wenn ich das Werk betrachte. Nur für mich und meine Familie. Einzelpreis in der Herstellung: über 90 Euro! Verrückt. Vollfarbendruck. Irre, was das kostet. Aber wie gsagt, es bleibt das einzige Exemplar auf der Welt, da Bethesda alle Rechte innen hat und mir untersagt, das Buch zu vermarken. Schade eigentlich. Es hätte sicher einige Gamer, die Skyrim® gern spielen, glücklich gemacht.  Es ist ein super Kochbuch geworden, mit vielen einfachen Rezepten und einzig und allein den Grundzutaten, die auch im Spiel zu finden sind. Und meine Familie liebt es. "Mama, kochst du heute wieder Kohleintopf a la Himmelsrand?" . Hier mal ein kleiner Blick: 

Diese Kochbuch ist nicht im Handel erhältlich - leider auch sonst nicht.

Meine gelebte Leidenschaft für Botanik ist auch hier zu finden....

...und meine gelebte Leidenschaft fürs einfache Kochen mit Basis-Zutaten ohne Schnick-Schnack.

Sogar so was wie die Soul Husks, die Seelenhüllen, die man im Seelengrab der Skyrim®-Erweiterung "Dawnguard" als Zutat findet haben haben den Weg in mein Kochbuch aus Himmelsrand gefunden. Allein dieses Foto hat mich Stunden gekostet. Im Prinzip sind es Eiswaffeln, die man zwischen zwei Pfannen eingeklemmt kross backt. Hier etwas melodramatisch in Szene gesetzt. Meine Jungs haben darauf bestanden. Warum macht man sich so einen Aufwand? Andere sammeln Schuhe, ich habe halt daran meinen Spaß.

Show must go on

Tja, so werden reiche Unternehmen immer reicher, Regierungsvertreter dürfen weiter ihren Job machen und wir armen Hüte werden an den Harken gehängt und vergessen, dürfen nichts - am besten nicht mal atmen. Ich wünschte, ich könnte sagen, dass mir das alles egal ist. Ist es nicht. Es läuft einiges sehr schief. Dennoch bin ich immerhin froh, dass viele meine Fotos und Zettel nun einen festen Ort in meinen Kochbüchern haben, dass mein Garten nächstes Jahr wahrscheinlich mehr Obst und Gemüse abwirft , als wir essen können, Saft haben, bis uns die Bäuche gluggern und ich mithelfen kann, unser Bildungssystem zu revolutinieren. Das ist doch was. Finanziell ist es sehr, sehr eng. Aber da stehe ich sicher nicht allein dieses Jahr. Nur deswegen den Kopf in den Sand und den Hintern in die Höhe zu strecke, das werde ich sicher nicht.

"Sei die Veränderung, die du selbst dir wünscht für diese Welt."  Mahadma Ghandi. 

Daher habe ich gerade ein kleines Kochevent am Lagefeuer in Planung,  ganz klar mit Tannenbaum als Zutat :). Dieses soll im Anschluss an die Streuobstwerkstatt am 16. Januar (14-16 Uhr) stattfinden. Davor bietet die Streuobstwerkstatt das Thema"Tiere im Winter an". Vielleicht hat ja jemand Lust zu kommen. Packt euch warm ein. Es wir kalt. Keine Angst, wir machen ein Feuer und kochen einen Tannenpunsch. 

Wer an dem einen oder anderen Termin Interesse hat, darf sich gern bei mir melden: unkrautgourmet(at)email.de Ich bestelle auch gern ein paar Tannenbaumbücher vor, so dass ihr die von mir direkt zum Einkaufspreis bei mir kaufen können. Ich würde mich sehr freuen euch Live zu sehen, wieder ein paar Menschen um mich herum zu haben.  Abstand kann man einhalten, Viren und Bakterien werden im Januar draußen eh alle schockgefroren ;-). Für alle, die nicht kommen könne: Das Buch bekommt Ihr ja dennoch bei Books on Demand.

Freitag, 13. November 2015

So schreibt man mit Kinder ein Buch ohne Geld oder die andere Art einen Weihnachstbaum zu recyceln

Hintergrundgeschichte zum Büchlein "Schatz, ich hab den Weihnachtsbaum aufgegessen"

Ein kleines Büchlein nicht größer als eine Weihnachtskarte und doch mit so viel Mehrwert.
Wie verwertet man einen Bio-Tannenbaum nach Weihnachten? Z.B. in der Küche.
Heute ein wenig was zu Lesen, mit Einblick in die Welt des Bücherschreibens. Vielleicht überlegt sich ja der eine oder andere auch, ein Buch zu schreiben und weiß nicht so recht wie. Einfach anfangen! Deswegen: Gönnt mir ein wenig Werbung in eigener Sache, der Internetauftritt hier kostet jede Menge Zeit und gelegentlich auch Frustration. Im letzte Jahr habe ich deshalb quasi als Ausgleich mit meinen Kindern ein kleines Projekt gestartet, über das ich euch heute ein wenig berichten will: Unser Weihnachtsbaum-Buch. Das das kein Ausgleich war, sondern eine Herausforderung anderer Natur, werdet ihr gleich erfahren.
Vorneweg: Es ist kein "perfekt gestyltes Buch", es ist wie dieser Blog  experimenteller Natur, aber bis auf den Druck, das Binden und Eintüten ist doch alles selbstgemacht, von der Idee bis zum druckfertigen PDF stecken - da  stecken 100%  meine Kinder und meine Wenigkeit dahinter. Und darauf sind wir ein bisschen stolz.

Ein selbstgemachtes Buchprojekt mit meinen Kindern

Das war ein Abenteuer!
Wir schreiben ein Buch inkl. allem.
Um den Kindern zu zeigen, wie man von einer Idee bis zur Printausgabe kommt, haben wir uns gegen einen großen Verlag entschieden, der unsere kleines Projekt gewiss bis zur Unkenntlichkeit "verstümmel" hätte. Ganz klar hätte der Verlag das Büchlein schöner, besser, stylischer und sonstwas machen können, aber darum ging es nicht. Es war ein Buch, das meine Kinder mitgestaltet haben und beim Druck sollte es genauso rauskommen, wie sie es sich vorgestellt haben. So sind wir bei BoD hängen geblieben. Ein ökologischer Vorteil: Wir wollten nicht, dass 1.000 Stück gedruckt werden und dann irgendwann auf der Müllverbrennung landen. Gedruckt wird nur auf Nachfrage, was die Lieferzeiten von 1-2 Wochen bedingt. BoD ist eine deutsche Plattform, anders als Amazon Space. Auch das war mir wichtig, damit die Kinder mitlesen können.


Von der Idee bis zum PDF - Jeder kann mit Freeware ein Buch schreiben

Das unser "Opfer" der Weihnachtsbaum sein würde, war schon lange klar. So war es ziemlich aufregend, all die Ideen zusammen zu tragen, auszuprobieren und aufzuschreiben. Nur mit welcher Software? Freeware war das Mittel zur Wahl, denn wir können leider nicht so viel vorfinanzieren.  Außerdem: Ja! Jeder kann ein Buch schreiben. Doch es gibt aber Hürden zu meistern. Immer weiter lesen! Am meisten haben wir mit Formatierungen (das Büchlein entstand mit der Freeware Open Office) und unseren eigenen Tippfehlern gekämpft. Nach dem 50sten Mal durchlesen immer noch einen Fehler zu finden, ist hochgradig frustierend, aber es hat sich gelohnt. Das Cover hat uns die Freeware Gimp ermöglicht, die meinen kleinen Laptop dann aber doch ganz schön an den Rand seiner Leistung gebracht hat. Man hätte das Cover besser machen können...man hätte alles besser machen können. Aber dann hätten es die Kinder nicht mehr wiedererkannt.

Ein Buch braucht Mut zu Entscheidungen und jede Menge Nerven

Lektorat, Satz, Grafik... da hätte man Personal  beauftragen können. Dafür war der Lerneffekt maximal und abgesehen davon auch das Geld nicht da. So saßen wir zusammen und haben über Schriften, Schriftgrößen und Schrifttypen diskutiert, über die Größe von Bildern und welche Gestaltung der Text haben sollte, über Auflösungen beim Einscannen. Blocksatz oder Flattersatz? Zwei Begriffe, die meine Jungs jetzt schon mal gehört haben. Wir mussten darauf achten, dass Überschriften nicht unglücklich verrutschten oder das das ganzes Format zerschossen wurde,  wenn man mal eben die Schrift von 11 auf 12 setzt, weil die Kinder entschieden, dass sich das etwas größer viel besser liest. Dann hüpften die Bilder lustig herum und die ganze Formatierungsarbeit begann wieder von vorn. Ich war froh das es nur 56 Seiten waren und habe dennoch auf jede einzelne geschimpft. Freeware-Lösungen haben so ihre Tücken.  Das war schon echt nervenaufreibend.

Kinder und Bücher

So einen Weihnachtsbaum zu zerstückeln
braucht jede Menge Handarbeit und Zeit.

Dieses Buchprojekt war schon etwas Besonderes und jeder Deutschlehrer der meine Kinder kennt weiß das: Meine beiden Jungs haben bisher so ihre Probleme mit der lieben Rechtschreibung  und der Zugang zu Büchern war eher "zäh". Mit diesem Projekt haben sie aber live erleben dürfen, wie aus dem, was sie wirklich  können (zeichen, basten, werken, kreativ sein), ein Buch wird und wie das, was sie tun, für alle Ewigkeiten festgehalten wird. Seither ist der Gang in eine Buchhandlung immer auch mit ein wenig freudiger Aufregung verbunden: "Mama, kann es sein, dass da jemand unser Buch bestellt?" "Na klar! :)"
Übrigens: Die Hälfte der bescheidenen 14% die pro Buch als Marge an den Autor gehen, fließen ins Taschengeld meiner Kinder. Dafür haben sie zum Jahresbeginn viele Stunden gewerkelt und mit mir all die Dinge  ausprobiert, die im Büchlein zu finden sind. Welche Kinder warten ein Jahr auf ihren Lohn?


Mit weniger Perfektionismus zur perfekten Weihnachtskarte

Ich hab viel gelernt, auch über unsere Gesellschaft. Selbstvermarktung ist ein echtes Abenteuer, aber dass wir mit so einen kleinen Buch "reich" werden, haben wir auch nicht wirklich erwartet. Was wir gewonnen haben: Respekt vor Bäumen und Büchern, Freude am eigenen Können und wir schmunzeln seither, wenn wir Tannenbäume sehen.
Ein riesiger Dank geht an meine Mutter, die über viele Wochen hinweg Tannenbaumhändler angerufen hat. Leider nicht immer mit dem gewünschten Erfolg, denn viele waren im ersten Moment begeistert von der Idee, im zweiten Moment hat das Buch aber wohl doch nicht ihrem Geschmack entsprochen: Keine Farbbilder, selbstgemalte Zeichnungen...ja, es ist kein "Hochglanz-Buch", das von einem  Verlagen aufgestyled wurde und dann für teuer Geld auf den Markt kommt. Dafür steckt der Geist der Weihnacht  höchstpersönlich in diesem Büchlein und es lässt sich prima statt einer Weihnachtskarte verschenken, die mit 2 Euro viel weniger "Inhalt" bieten. Hier gibt es für 4 Euro auf 56 Seiten Ideen und Wissen zum Weihnachtsbaum, der doch ohnehin weggeworfen wird. Das Büchlein ist, wie es ist: ehrlich, einfach, schlicht und nicht perfekt, aber bietet viel Spaß.

Ein Projekt mit Zukunft

Es sah nicht immer lecker aus, was da so brodelte. Die
Tannennadeln bieten wirklich keinen schönen Anblick nach
dem Auskochen. Unbedingt einen alten Topf verwenden!
Das Harz am Topfrand lässt sich mit Öl recht gut beseitigen.
Wir hatten viel Freude mit unserem Büchlein und freuen uns aufs nächste Jahr, denn gewiss werden wir an unserem Projekt weiter feilen. Oder wie kommentierte es mein Großer? "Mama, diese Jahr brauchen wir zwei Weihnachtsbäume. Einen zum Essen und einen zum Dekorieren." Na jedenfalls werden wir beim diesjährigen Tannenbaum nicht nur nach der Schönheit gucken, sondern auch nach dem Geschmack. Einige  neue Ideen haben wir schon. Vielleicht wählen wir dann auch den Weg über einen "richtigen Verlag", doch dann wird das Buch sicher 19,90 Euro kosten und viele Farbbilder haben und doppelt so dick sein. Mehr Papier, mehr unökologische Farbe, teurer, und vom Inhalt ähnlich.  Zersägt ihr euren Weihnachtsbaum denn lieber, wenn ihr auch noch das 4fache für ein Buch ausgegeben hättet, das nach Weihnachten nur die Regale füllt? Wichtig ist nicht das Buch, sondern der Weihnachtsbaum! Wichtig ist eigentlich noch nicht mal der Baum, sondern die Zeit, mit denen die man liebt.

Freude an den einfachen Dingen

Eine Tasse Tee vom Weihnachtsbaum? Wieso nicht!
Weihnachten, das Fest der Liebe. In der heutigen Zeit zeigt man Liebe leider häufig durch Konsum. Größer, teurer, perfekter. Und was schenkt man morgen?
Ich erinnere mich an ein Faun-Konzert in dem Oliver Pade sagte: "Schenkt euren Liebe doch Zeit, denn die ist das kostbarste überhaupt. Geht mit ihnen eine Stunde im Wald spazieren und erfreut euch  am Lachen und den Erzählungen eurer Verwandten und Freunde." Wie wahr. Natürlich hat er danach gesagt, "und wenn ihr doch was schenken wollt, so kauft unsere Luna-CD*". Aber das hat er sehr sympathisch gemacht, das ich hier ein wenig Werbung machen muss. Kann ich mich da anschließen? Der Satz hätte von mir sein können:  Schenkt euren Lieben eine Stunde Zeit. Bringt euren biologischen Weihnachtsbaum mit und bastelt gemeinsam Knöpfe, kocht Sirup aus dem Baum oder macht Tannensalz. Macht gemeinsam etwas Verrücktes und lacht zusammen. Das wird allen ein Leben lang in Erinnerung bleiben. Das ist das, was mit Zeit schenken gemeint ist. Schenkt ihnen unvergessliche, einzigartige Augenblicke - dafür braucht es so wenig. Manchmal nur einen ausgedienten Tannenbaum. Anleitungen gesucht? Ich kenn da so ein Büchlein... :)

Wertschätzung und Respekt

Natürlich stehe ich nach Weihnachten jedes Jahr vor meinen Tannenbaum und bin traurig, dass so eine Baum zehn Jahre gewachsen ist und dann  für zwei Wochen gefällt wird. Wertschätzung und Respekt vor der Natur war es, das mich antrieb den Baum nicht achtlos aus dem Fenster zu werfen, wie es ein schwedischer Möbelhersteller in seiner Werbung immer zeigt. Albert Schweizer würde sich im Grabe umdrehen, dann das hat nichts mit  "Ehrfurcht vor dem Leben"  zu tun. Es ist bzw. war Weihnachten. Zeit der Wertschätzung. Wie oft sitzt jeder vor uns andächtig am Heilig Abend vor dem Baum, weil es der Kalender vorgibt. Und am 7.1. gibt der Kalender vor diese Achtsamkeit wieder abzulegen? Dann haben wir es nicht verstanden! Sich all die Jahre bedächtig durch und mit der Natur zu  bewegen, schärft die Sinne für Achtsamkeit und weniger Konsum. Ein Tannenbaum ist ein Stück Natur. 20 Millionen Tannenbäume werden jedes Jahr allein in Deutschland verkauft. Wo wachsen die? Welche Fläche natürlich bunten Mischwald vernichten wir, nur wegen dieser zwei Wochen?  Was gelangt an Spritzmitteln ins Grundwasser nur wegen dieser zwei Wochen Weihnachtszeit?
Wenn schon ein Weihnachtsbaum, dann biologisch, wenn schon ein ganzer Baum, dann diesen wertschätzen und nicht blind konsumieren. Was ich mir zu Weihnachten wünsche: Einen biologischen Tannenbaum und Zeit mit meinen Lieben. Es braucht so wenig um glücklich zu sein.

Wir freuen uns auf unsere nächste Bio-
Tanne und die Zeit nach Weihnachten.
Wer das Büchlein "Schatz, ich hab den Weihnachtsbaum gegessen"Schatz, ich hab den Weihnachtsbaum aufgegessen"*" nun verschenken möchte, kann es bei der Autorenwelt bestellen. Hier erhalten die Autoren noch mal ein paar Cent mehr pro Verkauf. Auch damit werden wir nicht reich, aber wer weird das schon mit Buchverkauf? Wusstest Du, dass es nur rund 100 deutsch Autoren gibt, die vom Buchverkauf leben können? Das nur 5% aller Autoren hauptberuflich vom Schreiben leben?  Und Unkraut-Blogger, werden vom Gierschsamenverkauf leider auch keine Millionäre...noch nicht mal Zehneuronäre :).

Euch allen eine frohe und besinnliche Vor-Weihnachtszeit!

In diesem Sinne danke ich allen Bestellern, die abseits den Mainstreams einen kleinen Projekt eine große Chance geben. Ganz besonders bedake ich mich bei meinen Großbestellern:




Donnerstag, 15. Januar 2015

Das Herbstfrüchte-eBook ist da


http://www.amazon.de/Herbstfr%C3%BCchte-aus-Wald-Wiese-Hagebutten-ebook/dp/B00S8C54J4/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1421275408&sr=8-1&keywords=Herbstfr%C3%BCchte
Kurze Unterbrechung der Recyceling-Weihnachtsbaum-Serie, aus gutem Grund: Das erste Unkrautgourmet-eBook ist da!
Nach vielen Stunden im Wald, noch mehr Stunden in der Küche und unzählichen Stunden am PC ist es vollbracht. Das eBook über die Früchte des Herbstes ist endlich fertig geworden. Keine Sorge, ich werde auch weiterhin gratis Rezepte veröffentlich, dennoch unterstützt Ihr mich natürlich, wenn Ihr die Rezeptsammlung bestellt, da auch ich mich nicht ausschließlich von Grünzeug ernähre. "Herbstfrüchte aus Wald und Wiese - Kochen, backen, naschen mit Eicheln, Hagebutten und Co." bietet Euch insgesamt 56 Rezepte mit Eicheln, Bucheckern, Weißdorn, Maronen, Hagebutten und Haselnüsse an. Aufstriche, Brot und Chutney - das ABC der Naturküche findet sich hier im modernen eBook-Format.

Eichel sind essbar und Hagebutten können mehr

"Herbstfrüchte aus Wald und Wiese" zeigt Euch, wie Ihr aus Eicheln Mehl macht und was ihr damit backen könnt, dass sich Hagebutten noch zu viel mehr als Tee verarbeiten lassen und geht der Frage nach, ob Bucheckern nun giftig sind oder nicht.
Esskastanien zum Frühstück, zum Mittag oder zum Abendessen? Eichel als Brotaufstrich oder lieber im Plätzchenteig? Haselnussaufstich süß oder doch herzhaft? Von Bucheckern bis Weißdorn findet Ihr hier die Basis-Rezepte mit denen auch ich in meiner Küche herumexperimentiere und darüber hinaus einige besondere Highlights.

Warum "Herbstfrüchte" ein eBook ist

Ich bin der Meinung, dass heute dank Apps - auch am PC - so gut wie jeder in der Lage ist eBooks zu lesen, sofern er nur ein flottes Handy oder einen Internetzugang hat. Letzteren haben fast alle irgendwo und irgendwann. Die Infrastruktur ist da, warum sollte man das nicht nutzen? Ist es unökologischer? Darüber streiten sich die Geister. Das Handy oder der PC ist so oder so an, wer nach bestimmten Rezepten sucht, der buddelt oft im Internet. Hier habt Ihr alles in einem Werk zusammen.
Außerdem: Da kauft man ein teures Buch für 20 oder mehr Euro und das nur, weil einen drei oder vier Rezepte draus ansprechen, von denen man vielleicht eins oder zwei nachkocht. Mein kleines eBook kostet 3,99 Euro und beinhaltet deutlich mehr Rezepte, als so manches hochgestylte Wildkräuterbuch. Vom mittelalterlichen Salat mit Trauben und Bucheckern bis zum Chutney aus Weißdorn und Apfel. Es stecken viele Sammel- und Kochstunden in diesem kleinen Büchlein, von den fehlgeschlagenen Versuchen reden wir besser nicht.
Zwei Rezepte kennen meine Blogleser schon:  Weißdorneis und Eichelkaffee. Der Waldaufstrich aus Eicheln und Majoran ist aber genau so neu wie lecker, ebenso das Mousse von Hagebutten, der Hagebuttenwein oder die eingelegten Maroni. Wer eines davon nachkochen will, oder zwei, oder drei, der muss nun nicht ein ganzen Buch für viel Geld kaufen, sondern kann sich die Rezepte, die ihn interessieren,  selbst ausdrucken und zu seinen gesammelten Kochrezepten in die Zettelsammlung packen. Gebt lieber ein wenig mehr Geld aus für qualitativ hochwertiges, regionales, biologisch angebautes Obst und Gemüse, wie man es bei Dirks Biokiste kaufen kann, als für Bücher, denn der Geschmack kommt nicht durch teure Kochbücher, sondern von den Lebensmitteln!

Pur, simpel, unverfälscht - Einache Basisrezepte für eigenen Ideen

Die Rezepte sind alles Basis-Rezepte, d.h. wirklich einfache Küche mit Zutaten die man meist ohnehin Zuhause hat und Kochprofi muss man auch keiner sein. Auf diese Weise kommt der unverfälschte Geschmack der Wildrüchte besonders schön zur Geltung. Wenn ich mit Weißdorn koche, dann will ich den auch schmecken, und nicht irgendein künstliches Aroma.

Besser spät als nie oder früher als gedacht - ein Herbstbuch im Winter

Der Herbst ist nun schon leider ein Weilchen her und das Buch ist etwas spät dran - oder viel zu früh - aber Maroni finden sich in den Supermärkten noch, Hagebutten lassen sich selbst jetzt noch sammeln und Haselnüsse hat der eine oder andere vielleicht noch eingelagert. Sogar Eicheln kann man, sofern sie nicht verschimmelt sind, noch sammeln, denn auch wenn sie schon gekeimt haben, lassen sie sich noch prima verwenden. Auf die Bucheckern muss man leider bis zum nächsten Herbst warten und die Weißdornbeeren haben die Vögel schon vor Wochen gefressen. Doch wer noch welche findet, der kann auch die noch sammeln, denn Weißdorn schmeckt am besten nach dem Frost. Zu spät ist es also nicht.

eBooks lesen ohne eBook-Reader

Natürlich braucht Ihr dank der Apps keinen extra ebook-Reader mehr. eBooks lassen sich heute bequem am Handy oder an PC über Apps lesen. Amazon hat eine solche Seite z.B. bei den den "gratis Lese-Apps". Solche Angebote hat mittlerweile nahezu jeder Anbieter von eBooks auf seinen Internetseiten. Die PCs stehen im Zimmer, die Handys sind in der Tasche, die Rohstoffe für beide Geräte wurden bereits der Erde entnommen. Nun gilt es beides pfleglich zu behanden und zu nutzen bis es seinen Geist aufgibt und man die Geräte recyclen kann. Lieber esse ich weiterhin Bucheckern, als das extra Buchen für ein Buch gefällt werden müssen. Ob das ökologischer ist? Gute Frage. Das müsste das ifeu Institut mal nachrechnen. Hab ich mich geirrt, lass ich das eBook natürlich auch drucken.