Samstag, 6. Juni 2015

Rosenblütenmuffins mit Zuckerguss aus Rosenzucker

Heute bleibt es noch mal edel. Die Rose ist nach wie vor zu Besuch in der Unkrautküche und verlangt dementsprechend nach Aufmerksamkeit. Rosenzucker und Co. haben wir gestern hergestellt und jetzt zeige ich Euch, wie man damit einen die leckersten Muffins herstellen kann. Doch vorher kurz etwas dazu warum man eigentlich Rosen essen sollte: Rosen können bei Heuschnupfen helfen! Sie wirken abstringierend (zusammenziehend) und nervenstärkend. Blutreinigend und Blutstillend sind sie auch. Ich finde es nur immer wieder faszinierend, dass uns die Natur immer genau das liefert, was man grade braucht, man muss es nur wissen. Aktuell blühen die Gräser und die Antwort der Natur: Esst mehr Rosen, die blühen nicht umsonst zeitgleich! Was für eine göttliche Medizin.

Edel sei der Mensch...und sein Dessert. Rosenmuffins mit Zuckerguss aus Rosenblättern.

Zutaten für die Rosenmuffins

  • 250 g Mehl
  • 3 gestrichene TL Backpulver
  • 160 g Zucker
  • 3 Eier
  • 180 g zerlassene, abgekühlte Butter
  • 350 ml Joghurt
  • 1 El Vanillezucker
  • eine gehäufte Handvoll Rosenblüten, am besten rot

Für den Rosenguss


Der Teig ist ein All-in-Teig. Die Rosenblüten sollten deswegen in kleine Stücke geschnitten werden (mit der Schere geht das gut, weil man sie dabei nicht zerquetscht). Alle Zutaten in eine Schüssel füllen und grade so lange rühren, bis alle Zutaten miteinander vermengt sind. Dann in Muffinförmchen füllen und bei 180° Umluft 20-25 Min backen. Die Muffins dürfen nicht zu braun werden.
Herrlich. Konfetti aus Rosen in der Küche, da macht das Backen noch mehr Spaß.
Für den Guss den Rosenzucker zu Puderzucker mahlen. Das geht mit dem Mörser schnell. Dann kommt grade so viel Rosenwasser oder Wasser hinzu, dass der Guss eine dicke Konsistenz bekommt. Achtet auf die Farbe beim Zermörsern (da wird der Zucker hell) und bei der Zugabe von Wasser (Halleluja! Was für ein Lila). Kinder lieben das. It´s magic. Auf die Weise erhält man einen tollen purpurne Zuckerguss ganz ohne künstliche Farbstoffe der auch noch gegen Heuschnupfen helfen kann. Großartig!
Bevor der Zuckerguss nun ganz hart wird, kommt als Deko noch je ein kandiertes Rosenblatt obendrauf.
Gelbe, kandierte Rosenblätter machen sich auf den Rosenzuckerguss aus roten Rosen besonders gut.
Anders herum geht es auch: Einen Zuckerguss aus gelben Rosen und ein kandiertes rotes Rosenblatt.
Als Deko wirken gelbe Rosenblätter sehr schön, die ich ohnehin viel lieber zum Kandieren nehme, weil man das  Eiweiß auf ihnen nicht so sehr wahrnimmt.
Noch trocknen lassen und sich am Anblick erfreuen - das muss mitunter schnell gehen, denn sind die Muffins erst mal entdeckt, sind sie auch schon weg :-).
Rote Rosenblätter im Muffinteig machen sich als Farbtupfer ganz gut.

Rosa Rosenzuckerguss für den Prinzessinengeburtstag

Zu Puterzucker vermahlen wir aus dem knatschigen
lila Rosenzucker ein rosafarbenes Pulder. Wo ist die Farbe
hin? Keine Angst, mit der Zugabe von Wasser leuchtet
sie wieder schöne purpur.
Tipp: Mädchengeburtstag? Mit ein wenig "Jonglieren" vom Verhältnis Rose zu mehr Zucker kann man aus dem knatschigen Lila ein Rosa herstellen. Das ist natürlich wegen der Rosen, die den Guss färben, viel schöner, als wenn man rote Chemie-Lebensmittelfarbe. Alternativ kann man auch rosa Rosen direkt 1:1 verwenden (evl noch ein paar rote Blätter zum "Nachfärben" bereithalten). Für coole Jungs kann der Guss mit gelben Rosen hergestellt werden, bei Jungs ist Rosa ja nicht so der Brüller - wahrscheinlich haben meine Männer sie Muffins deswegen so schnell verputzt...

Noch ein Hinweis zu guter Letzt: Wer Rosenwasser verwendet, sollte vorsichtig dosieren, denn ein zu "penetranter" Rosengeschmack erinnert zu sehr an Uromas Seife.

Von 12 Muffins habe ich grade mal 8 noch eben so zum Fototermin retten können....meine Männer und ihr Hunger. Echt unglaublich.
Angucken und das Auge mitessen lassen - und dann schnell zugreifen.
Rosenmuffins sind echtes Seelenfutter und dauch das Pink schreckt Jungs nicht ab.

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